Herzschmerz die dunkle Seite einer Macht namens Liebe

Herzschmerz und die dunkle Seite einer Macht namens Liebe

Nachdem der Artikel Teil 1 „Liebeskummer lohnt sich, Darling“ schon einige Tage fertig vor sich hin schlummerte, musste ich mir endlich eingestehen, dass ich nun auch die schmerzende Mauer auf der anderen Seite betreten musste … Den Herzschmerz der Realität.

Alles Schönreden hatte sein Ende gefunden. Ich war in der Wahrheit angekommen. Zum 117. Mal. Mindestens.

Wenn Fuchur kuscheliger ist als die Wahrheit

Würde Wahrheit ohrfeigen können, wäre mein Gesicht nur noch eine verbrannte in Fetzen hängende und vor Blut triefende Paprika. Aufgehängt an einer Wäscheleine, um von der Sonne restlos verbrannt zu werden. Gedacht, um Feuer und Farbe zu bringen, doch fallen gelassen wie eine giftige Peperoni.

Auch wenn ich die meisten der äußeren Etiketten bei Liebeskummer thematisiert hatte, stand ja da trotzdem meine ganz persönliche Realität der romantischen Nase im Weg. Was auch immer ich für eine Duftspur zu schnuppern in der Lage war, ich stand vor einer stinkenden Müllhalde oder schien möglicherweise selbst derart zu stinken, da ich so abgestoßen wurde. Mein Glück stand quasi vor meiner geöffneten Haustür und wollte partout nicht eintreten.

Ich fühlte mich wie Atréju in der Unendlichen Geschichte. Mit dem Auftrag die Welt zu retten, hatte ich meinen Lieblingskuscheldrachen gefunden. Nur leider flog er nicht.

Aber abgesehen von diesem entscheidenden Tatbestand fühlte es sich sooo gut an wie echtes

➡  Fliegen auf Fuchur.

„Du musst nur wirklich bereit dazu sein, dann ziehst du alles an was in dir steckt“. Was eine verfluchte Scheiße. Das kam gleich hinter „Loslassen“. Ich war so was von bereit, hatte ALLES dafür getan, war über meine tiefsten Schatten gesprungen und so voller bedingungsloser Liebe gewesen. Was bekam ich gespiegelt? Tutti kompletti tote Hose, das pure NICHTS. Wenn überhaupt dann mit ganz viel Fantasie einen Haufen Scheiße.

Wenn ich etwas anzog, dann all die unglaublich vielen Zeichen, verrückte Doppelzahlen, -zeiten, für uns relevante Lieder exakt dann wenn gerade etwas anderes ebenso passende geschah, ich darüber sprach, eine Nachricht erhielt und dergleichen.

Es war unglaublich. Selbst auf jenem Weg, von dem ich mir lange Zeit gewünscht hatte, dass wir ihn mal zusammen gehen würden … Natürlich hatten wir wie immer eine geile Zeit verbracht, gefolgt von seiner Mauer … 

So cool ich ihm gegenüber noch getan hatte, war ich am nächsten Morgen ein Haufen Elend und die Tränen rollten schon wieder bei viel zu vielen Liedern der Erinnerung. Ich musste einfach endlich irgendwie den Absprung schaffen. Jedes Mal wenn ich das dachte, zog sich jedoch alles ganz furchtbar in mir zusammen und unendliche Schwere schien sich auf meine Lunge zu legen.

Trotz dieser Stimmung war ich meiner Hunde wegen gezwungen, das Haus zu verlassen. Die blieben ganz aufgeregt überall schnüffelnd stehen. Ach menno, klar, genau dort wo sein Hund markiert hatte. Mein Kopf sank tiefer. Gab es denn eigentlich überhaupt keinen Ort mehr zum Durchatmen und Vergessen? Hach, dieser Zaunstreifen dort, ja … nun waren wir ihn erstmalig zusammen gegangen …

Was war DAS denn 😳 ???

Als ich meine Augen auf besagten Weg richtete, flogen zwei weiße Tauben miteinander in den Himmel. Dort waren noch nie Tauben. Sie hatten sogar eine Schwanzform, wie ein Herz, unfassbar.

In diesem Moment sah ich hinauf in den Himmel und fragte wütend, ob sie mich eigentlich verarschen wollen, ob es da oben vielleicht auch ein Spiel namens „Versteckte Kamera“ gibt und sie es furchtbar lustig finden, mich derart fies auf den Arm zu nehmen.

Dass die ganze Hitparade für ein verliebtes Schmerzherz nur für sich selbst geschrieben scheint, war neben all dem anderen Wahnsinn nur eine selbstverständlich begleitende Kleinigkeit, wenn auch eine wunderschöne … ➡  Millionen Liebeslieder

Liebe unzustellbar zurück

Ich fühlte mich wie ein nicht angenommenes Paket. Liebevoll zusammengestellt als die perfekte Antwort auf alle Fragen eines ganz bestimmten Menschen, der aber knallhart die Annahme verweigerte. So lag ich nun da, unzustellbar und war die Antwort auf diese jedoch scheinbar nie gestellte Frage.

Das war derart krass, dass es mir den Boden komplett wegzog. Ich hatte noch nie zuvor so einen tiefen Schmerz gefühlt wie in dieser Verbindung.

Vorher galt ich als überaus starker handlungsfähiger Charakter. Ja, ich musste mein Leben nun tatsächlich in „vorher“ und „nachher“ einteilen. Seit diesem Status Null, hatte ich eine fremde Linie übertreten, die sich Nichts nannte. Zuvor schien ich jemand anders gewesen zu sein. Nun war es nämlich so, dass ich eine neue Größe kennengelernt hatte. Nichts weniger als das Gefühl absoluter Vollkommenheit.

Hätte mir früher jemand erzählt, dass ich für einen Mann Kuchen und andere Leckereien machen und durch die Weltgeschichte fahren würde, um sein Herz damit zu erfreuen und beim Einkaufen ständig alles mögliche für ihn mitnahm, so als ob er abends nach Hause käme, ich hätte entsetzt gefragt, ob man mich nicht verwechselt hatte.

Ohne uns fühlte ich mich wie ein durchgeschnittenes Yin Yang. Plötzlich war es schmerzhaft, nur noch die Hälfte zu sein. Und das obwohl ich doch zuvor noch Ganzheit in mir selbst getragen hatte. Ich war sehr erfüllt von dem Wunder unseres Lebens und hatte schon so viel weiter gegeben, viele Menschen aufgebaut und in ihrem eigenen Licht gestärkt. Und nun das. So eine banale hirnfressende Kacke!

Aber es war eben mit der Liebe so wie mit Kindern. Sie ließ sich nun einmal nicht per Kalender planen, sondern knallt in unerwarteten Momenten.

Lebensstecker gezogen

Jeder Versuch, meinen Verstand zu benutzen, mich vor diesem Schmerz zu schützen und mich abzukapseln, machte alles nur noch viel schlimmer.

Eine Freundin von mir nannte es „Stecker gezogen“. Genau so war es. Ich fühlte mich, als konnte ich meinen letzten Auftrag auf dieser Erde nicht erfüllen. Jedes Mal, wenn sich mein reptilienbehafteter Verstand wieder zur Ruhe gelegt hatte und das Herz durchließ, schien sich mein Lebensfeuer neu zu entzünden und unseren gemeinsamen Weg zu leuchten.

Allein bis ich das erkannte, waren viele leidvolle Monate vergangen. Es war ja auch etwas, dem man mit Logik nicht schnell auf die Spur kam. Schließlich lag es doch gar nicht an mir.

Aber mein gesamtes Leben schien angehalten, sobald ich diesen Weg wieder verlor beziehungsweise aufgab. Selbst meine Freunde konnten oft all die Zeichen nicht fassen, die mir mehr als deutlich zeigten, wo es scheinbar hingehen sollte. Bis zu dieser Begegnung hatte ich nicht an Seelenaufgaben geglaubt. Aber hier vollzogen sich seit Monaten derart viele magische Dinge, dass es nur so überhaupt einen Sinn ergeben konnte.

So verzückt aber meine romantische Seite auch stets aufs Neue ihre willkommenen Flammen fing, wurde ich schier verrückt dabei. Denn da sich meine echte Realität nun mal nicht anpasste, nutzte mir das alles doch nichts und ich wollte nichts mehr davon sehen und hören. Wozu auch? Was nützten all die Zeichen, wenn sie meinen Herzensmann nicht tangierten und es ihm scheiß egal, ich ihm vollkommen schnurz war?

Herz auf Silbertablett dem Messer ausgeliefert

Wieso bekam ER diese Zeichen nicht? Da wären sie besser adressiert, weil bitter nötig gewesen. Ich liebte ihn auch so und hatte das vom ersten Moment an gefühlt. Als er einmal davon sprach, wie sehr meine Gefühle angewachsen waren, dachte ich „Hä, da is gar nix gewachsen. Das war von Anfang an so“.

Weshalb permanent ich von überall her Zeichen bekam, entzog sich meiner Auffassungsgabe. Das war nicht mit der klassischen Resonanz wie beim Kauf des berühmten silbernen Autos vergleichbar. Warum erhielt ich all das und nicht er? Scheiße, wenn selbst der Himmel seine Arbeit halbherzig macht. War das die Rache für all meine ungläubigen Jahre? Hieß es nicht, bei den Guten gäbe es keine Rache?

Ich hatte keinerlei Relevanz in seinem Leben, so einfach war das. Klar wünschte er mir das Beste. Aber das war es auch schon. Er hatte keinerlei Wahrnehmung für meine Befindlichkeiten, sah überhaupt nicht, wie sehr ich ihn brauchte, wie gut ich ihm tat und dass er ohne mich selbst auch immer schlechter aussah, sich in eigene Gewohnheiten verrannte, die ihm offensichtlich schadeten und seine eigenen Lebensperspektiven immer weiter verdunkelten.

Wenn das Leben auf Logik scheißt

Wir hätten miteinander im Paradies leben können, aber die Realität war die Hölle. Das Einzige was uns beide unterschied war, dass er sich seine Hölle schön redete und nicht wahrhaben wollte, wie sich ihr Strick immer enger um seinen Hals schlang, seine eigenen Gefühle und jene seiner Mitmenschen zerstörte. 

Aber klar, Wolke 4 hat natürlich nicht jene Zugkraft die es braucht, damit ein Mann seine Eier in die Hand nimmt, um über den eigenen Schatten zu springen und für eine Frau zu kämpfen. So hart wie das für mich war, so schlicht war es von außen betrachtet. Wenn zwar mein Herz auch immer dagegen hielt, liebte er mich offensichtlich nicht. Denn er tat absolut gar nichts, um mich vom Gegenteil zu überzeugen.

Was nützte mir, so selbstbewusst wie noch nie zu fühlen, die Richtige für einen Menschen zu sein, der schlichtweg völlig anderer Meinung war? Ich zerbrach beinahe an der Frage, was mit mir wohl nicht stimmte, dass ich mich so derart täuschen konnte, in meinem Leben und vor allem an diesem Mann? Was musste der für Bombenfrauen gehabt haben, dass sie sein Herz erreichten, aber ich nicht? Anstelle meiner entgegen gebrachten ehrlichen Gefühle voller fröhlicher Leichtigkeit, kam bei ihm erdrückende Schwere an, jedes Mal dann, wenn ich einfach nur offen von meinem Herzen berichtete. Meist meinte ich das vollkommen belustigt in Anbetracht des ganzen Irrsinns.

Aber egal was ich tat. Er behandelte mich wie etwas furchtbar schrecklich Lästiges, das man nicht als Bereicherung empfindet, sondern möglichst schnell loswerden möchte.

Unnützes ab ins Regal

Ich wurde immer wieder abgelegt, wie ein erschlagend unbeliebter Stapel AGB’s, die ihren Zweck ebenso in einer geschlossenen Schublade erfüllen. Wenn man sie braucht, kann man sie ja immer noch zu Rate ziehen.

Wie gut dass AGBs keine Gefühle haben. Denn das wirklich Tragische an ihnen ist ja, dass man dieses unglaublich schlechte Gefühl hat, gern tiefer gehen würde, aber eben nicht kann. Da hatte sich jemand so viel Arbeit und Mühe gemacht, aber was soll man machen, es gibt eben Wichtigeres, andere Dinge sind nun mal spannender.

Zu merken, dass dein Lieblingsmensch sich nen Scheiß für dich interessiert, wie es dir geht, wie dein Tag aussieht und welch beschissene Zeit du gerade durchmachst, ist eine sehr harte und schmerzvolle Erfahrung. Der ganz klassische Teil des Liebeskummers, jenes Bereichs eben, der der echte vor Leid triefende Herzschmerz für Leib und Seele war.

Wenn jemand nicht erkennen mag, dass deine Seele nach seinem Echo dürstet und dir für dieses Bedürfnis auch noch ein schlechtes Gewissen macht, wenn er dich unbeachtet liegen lässt wie ein Stück Dreck, das zu glippschig ist als sich ausgerechnet daran die Hände zu waschen. Wenn all das zusammenkommt, bist du im Auge deines Schmerzes angekommen und deiner eigenen Würde nur noch bedingt fähig.

Die Qual des Anstands

Dies ist dann der Moment, in dem Außenstehende allerspätestens von einem Arschloch reden, dass dich gar nicht verdient hat.

Ich kann an dieser Stelle nicht sagen, ob Liebe wirklich blind macht oder schlichtweg toleranter. Ist auch unbedeutend. Im Vordergrund bleibt leider trotzdem der Schmerz der Erkenntnis, dass jemand der nicht liebt, eben nicht die Wahl hat, sich je richtig zu verhalten. Denn mit jedem Zugeständnis facht er das Unerwünschte wieder an.
Es gibt immer noch eine weitere Perspektive. Niemand hat je behauptet, dass sie deshalb schöner würde. Die große Kunst liegt lediglich darin, diese Position auch in der größten Verletztheit immer wieder neu einzunehmen.

„HALT STOPP!!!“, ruft an dieser Stelle spätestens das Herz und zählt all die Dinge auf, die eine andere Sprache sprachen. Ja, in der Tat, hinter der Mauer gab es ein Herz, das ab und an zu mir sprach, wenn das Hirn seines eigenen Besitzers gerade mal Funkstille hatte.

Ich liebte es, wie er nichts dem Zufall überlassen hatte und es durch minimale Aufmerksamkeiten oder diesen besonderen Blick schaffte, mein Herz zu verzaubern. Beispielsweise konnte er gar nicht wissen, dass sich auf einem von ihm für eine Autofahrt herunter geladenen Album nicht nur jemand befand, dessen Konzert ich mal besucht hatte, sondern auch eines meiner Lieblingsliebeslieder ➡ „I just can’t stop loving you“ (welches ich mich nach seinem Korb gar nicht mehr gemeinsam anzuhören traute und mit Radio ablenkte, wie ich es mit allen romantischen Szenen tat, weil ja plötzlich deutlich dieses Freundschaftsschimpfwort zwischen uns stand).

Aber am Ende habe ich das Spiel verloren. So beschissen wie einfach und real.

„Erinnere dich an deine eigenen Worte. Er ist Yin. Du erwartest eine Yangreaktion. Was ist wenn er dich ausgerechnet jetzt noch mehr braucht, all deinen Mut, um ihn dort rauszureißen, weil er es selbst gerade nicht schafft?“

Auf diese Weise kann einen das eigene Herz vollkommen unlogische Dinge tun lassen, vor denen das Hirn verzweifelt den Kopf schüttelt und schließlich beschämt davon läuft. 

Wenn der Kopf Herz samt Aufgabe verliert

Aber ja, genau, sonst kam irgendwas. Nun gar nichts mehr. Wir befanden uns nicht im Spiel der Liebe, sondern schön langsam in einem Kindergarten (wenn man davon absieht, dass ein liebendes Herz alles als Liebesspiel belächelt, je nach Blickschablone).
Wie zwei erwachsene Menschen am Anfang einer wunderschönen Liebesbeziehung verhielten wir uns zumindest nicht. Vielmehr er nicht. Klar, wie auch, ohne Liebe.

Da war er wieder der Verstand und zitierte alle je gemachten Aussagen aus dem Fokus der Absage und schmiss mich in tiefe Scham über meine naiv initiative Liebe, die das Herz zuvor doch so rein und klar gefühlt, gesehen, gelesen und geliebt hatte.

In meinem Fall führte diese Erkenntnis mit jeder weiteren Karussellfahrt dazu, dass ich an allem, nichts weniger als meinem gesamten Leben also, zu zweifeln begann.

Bisher konnte ich mich immer auf mein Herz, meine Intuition verlassen. Der Verstand führte mich ab und an auf Irrwege, im besten Fall half er aber sogar dabei, die Stimmen meines Herzens in logische Schlussfolgerungen zu überführen. Nun aber hatte scheinbar alles versagt, war alles Einbildung, offensichtlicher Irrsinn. Wollte ich so noch mit anderen Menschen arbeiten? Alles woran ich geglaubt hatte, schien in der Luft verschwunden, klanglos, ohne Reibung aufgelöst. Konnte ich denn so ganz ohne eigene stabile Quelle noch verantwortungsvoll mit Menschen umgehen, wissend dass Liebe und Hoffnung reine Irrläufer der Evolution waren, ein trockener chemischer Prozess in unserem Neuronenstall?

Liebe die dir die Schuhe auszieht

In meiner Arbeit als Coach hatte ich immer auf meine Intuition vertraut, meine Lebensphilosophie basierte auf der Liebe und ich hatte in all den Jahren felsenfest daran geglaubt, meine große Herzensblume doch noch zu finden. Ja das stimmte. Ich hatte sie gefunden. Aber mit einer Einbahnstraße hatte ich nicht gerechnet. Der Strauß Blumen präsentierte sich als die Dornen meiner geliebten Rose.

Im Gegenteil. Bislang begleitete mich die stille Angst, eines Tages der Liebe zu begegnen und sie möglicherweise ebenso an den Tot zu verlieren, wie es meine Mutter und Oma auch schon erlebt hatten. Dass ich sie nun an die Realität verlor, den Tod eines Lebenden, überforderte mich völlig.

Wozu sollte einseitige Liebe gut sein? 

Sie sei eine gebende Kraft, kein Handel, hatte meine Freundin gesagt. Aber in mir sträubte sich alles dagegen. Wieso dann all diese Magie? Es waren so wundervoll viele Dinge geschehen. Aber gut. Das war das Eine, meine Wirklichkeit die Dornenwatsche des anderen.

Verlust der Quelle

Mit dieser Erfahrung verlor ich alles woran ich geglaubt hatte. Oder vielmehr wollte ich auf dieser Leere nichts mehr aufbauen, das würdig war, in unsere Welt getragen zu werden. Ich stellte meine gesamte Lebensaufgabe in Frage. Alles in mir wehrte sich, jede einzelne Zelle hätte kotzen können. Ich beendete mein Gewerbe und schloss mit meinem Leben ab (hierzu wird evtl. demnächst ein eigener Artikel folgen).

Erst durch diese Beziehung hatte ich überhaupt begonnen, an Seelenaufgaben zu glauben, die ich bis dahin immer belächelt hatte. Ich fand Reinkarnation spannend, aber komisch. Doch nun ergab alles einen größeren Sinn. Es wäre die perfekte Geschichte geworden, so unfassbar stark, spannend und magisch zugleich, dass es die geilste Story der letzten Jahrzehnte hätte werden können. Und jetzt? Absolutly totality shit!

Dies alles in seiner gesamten Komplexität Außenstehenden begreiflich zu machen, war nahezu unmöglich, wurde natürlich zuweilen mit äußerster Sorge betrachtet und mitleidig belächelt.

Damit wurde alles noch mehr zunichte gemacht und als unwürdige Schwärmerei abgetan, was ich als besondere Einzigartigkeit gefühlt hatte. Ein weiterer Schlag in die verletzte Herzensfresse.

So stehe ich also da. Vollkommen nackt, unglaublich viele Erfahrungen reicher, jedoch einsamer denn je. Am Ende tut es unfassbar weh. Zurück bleibt ein Herz das schmerzt. Es kann aus wenigen Momenten so unglaublich viel erzählen und kann einfach nicht verstehen, wie es sich so täuschen konnte. Ich habe unglaubliche Sehnsucht und absolut keine Ahnung, was ich tun soll.

All meine Versuche, diesen Menschen aus meinem Leben zu verbannen, waren gescheitert. Loslassen und einfach Vertrauen ebenso. Es war und ist zum Ameisen reiten.

Darf denn Liebe Buße sein?

Wenn es in der Liebe überhaupt die Frage des Verdienens geben konnte, so frage ich mich, womit ich es verdient habe, für die Schwierigkeiten seiner vergangenen Beziehungen bezahlen zu müssen. Warum zum Geier musste ich ausbaden, was ich gar nicht verbockt hatte. Wieso konnte er mir das antun, ohne auch nur mit der Beachtungswimper zu zucken?
Wie konnte er unter dem leiden, was andere ihm angetan hatten und zugleich so hart zu mir sein? War er es womöglich auch zu meinen Vorgängerinnen und hatte somit deren eigenes Verhalten überhaupt erst ausgelöst? Wenn man sich so gar nicht reiben kann, keinerlei Resonanz erhält, stößt man unweigerlich an die heftigen Grenzen des eigenen Selbsts …

… insbesondere wenn ich voller Freude mein offenes Herz auslieferte, bekam ich die satte Ohrfeige der Abwehr oder Ignoranz. Beides jene schmerzvollsten Baustellen meines Lebens, die ich zwar längst kannte, hier jedoch besonders abwechslungsreich unter die Nase bekam.

Bei allem Verständnis, war dieses Verhalten absolut nicht mehr ok und wenn ich nicht gerade traurig oder ratlos war, dann langsam stocksauer. So 4 bis 7 wirklich explosiv grantige Sekunden lang.

Probleme sind eine Frage der Sicht

Sich in Selbstmitleid zu ergießen, war vermutlich einfacher als sich dem Glück zuzuwenden. Denn all seine Denkhürden hielten mich auf Abstand ohne dass ich je erfuhr, was eigentlich das Problem war.

Ganz sachlich betrachtet, gab es deutlich schwierigere Konstellationen. Im Gegenteil, eine so schlechte Partie war ich nun auch nicht (wenn das überhaupt ein Mensch je war).
Da war sie wieder, die Erkenntnis, das Beste zu sein, was ihm passieren konnte. Wieso nur wollte er das nicht wahrhaben? Und fand nicht ausgerechnet die Liebe immer einen Weg?

„Weil er dich eben nicht liebt und du es einfach nicht checken willst“, höre ich da die knallharte Stimme einer Bekannten, deren Messer so scharf war, dass es auch nach Wochen noch blutete, weil sie mich im verwundbarsten Moment meines Lebens eisig erwischt hatte.

Seit ihr hatte ich gelernt, dass Yintypen durchaus neugierig und daran interessiert sind, was wir Yangs so von uns geben und zuweilen tatsächlich jedes Wort im Detail verfolgen, während sie uns nach außen eine Ohrfeige nach der anderen verpassen und ihre Gefühle lieber leugnen als sie uns gegenüber einzugestehen. Mittlerweile wusste ich ja auch von ihm selbst, dass er noch immer alles las. Im übrigen keine Überraschung. Ich spürte es jedes Mal, wie ich eben auch vieles andere spürte.

Aber so hoffnungsvoll erfreut diese Perspektive meine romantische Seite empfing, so knallhart musste ich auch erkennen, dass „sie“ „uns“ deshalb noch lange nicht lieben. Ihnen tut unsere Bauchpinselung gut, so einfach wie schmerzvoll war das.
Fuck fuck FUCKKKKK!

😩

Er war der Hauptdarsteller seiner eigenen Matrix, wir beide. Aber was das zu bedeuten hatte, war das Rätsel unserer Realität. Und das Schwierige, dass der Film ohne die zweite Schlüsselrolle festhing.

Als ob Männer je logisch wären …

Wieso nur verhielt er sich so arschig und wurde insbesondere dann bissig, wenn es um Zugeständnisse ging, obwohl er im Grunde seines Herzens selbst ein totaler Beziehungsmensch war?
Warum wollte er aber auch keine rein sexuelle Geschichte, weil da sein Kopf nicht mitspiele, erklärte aber andererseits dass dies kein Problem wäre, wenn man halt keine Gefühle hätte? Auch dafür hätte man sich halt ab und an mal begegnen müssen, was ja nicht stattfand.

„Weil er das eben nicht ausnutzen will und nix fühlt. Sieh‘ doch endlich der Wahrheit ins Auge“, bohrte dieses gnadenlose Monster namens Hirn …

Ja stimmt, er hatte mich einfach gehen lassen ohne für uns zu kämpfen, ließ mich linker liegen als es erträglich war und tat rein gar nichts mehr, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Es hatte sich ausgezuckert. Er liebte schlichtweg einen anderen Typus Frau, scheiß egal wie gut ich ihm tat.

Woher sollte ich ausgerechnet bei so einem deutlichen Gegengewicht den Mumm nehmen, ihn aus seiner Lethargie zu reißen, die offensichtlich sein Leben ruinierte?
Dazu sprach zu vieles gegen mich. Gekoppelt mit meiner riesengroßen Angst vor Abwehr, konnte ich es so einfach nicht bringen, vor seiner Tür zu stehen, um ihm in den sprichwörtlichen Arsch zu treten, unsere „Führung“ zu übernehmen und einfach zu sagen, wo es ab sofort langzulaufen hatte.

Sweetheart versalzte meine Suppe

Gesichter auf Eier gemaltWas half die Erkenntnis dieses Erfordernisses schon bei einem Menschen, dem man scheißegal war. Er hatte sich eingeigelt und fühlte sich scheinbar wohl in seinem Selbstmitleid. So konnte man hervorragend über die Welt und das eigene beschissene Leben jammern, ohne selbst tätig zu werden. Eine Innenschau ohne ernsthaft nach innen zu gehen quasi. Mit einem Eisblock ließ sich einfach nicht kuscheln. Ich hatte keine Ahnung wohin er seine Bedürfnisse verdrängte, so dass er sie selbst kein bisschen mehr wahrnahm.

„Stopp!“, rief mein Herz und riss mich aus meiner Filmspirale.
„Du hast keine Ahnung was in ihm vorgeht und welche Absichten er verfolgt!“

Ach nee, welch Neuigkeit! EEEEBEN!! DAS war unser Problem. Er erzählte es mir ja nicht und ließ mich daran teilhaben.

„Das stimmt doch gar nicht. Er hat dir schon sehr viel erzählt.“

Ach du meinst zwischen Nix und Quartalsnix? Ja ok, stimmt. Wenn wir uns sahen, hatte er von Anfang an unglaubliches Vertrauen. Keine Ahnung ob er immer so offen war. Bei mir war er es. Das war ja das Problem. In diesem Mann steckten so unglaublich viel schöne Seiten. Ich konnte stundenlang an seinen Lippen hängen und in Gedanken an seinen Grübchen knabbern, während er ganz süß so selbstverständlich über manche Bereiche seines Lebens sprach, als wenn ich längst die Details dieser böhmischen Dörfer kannte. Ich liebte das. Während ich viel schrieb, konnte er unheimlich schlagfertig erzählen und brachte mich ständig zum Lachen. Wir waren die perfekte Symbiose.

Fakt war aber eben auch, dass zwischen unseren Begegnungen mehrere Wochen und Monate lagen, die mich einfach auffraßen, während er nicht einmal bemerkte, wie ich vor mich hinstarb, geschweige denn mal Sehnsucht nach mir entwickelte. Wenn ich mehrere Stunden mega stolz auf meinen Handyverzicht online ging, stellte ich jedes Mal fest, dass er es noch gar nicht bemerkt hatte. Das war deshalb besonders hart, weil er seines ja ständig in der Hand hielt. Es war verdammt einsam auf meinem Abstellgleis.

Herz auf Hirnwegen

„Was, wenn er selbst krank ist? Du warst selbst erst da unten und müsstest doch ganz frisch noch wissen, wie handlungsunfähig selbst du Yang dabei wurdest. Du willst nicht, dass er für dich denkt und sein Handeln daran ausrichtet. Dann mach du es auch nicht für ihn. Du kannst nicht ahnen, was wirklich in ihm vorgeht. Vermutlich weiß er das selbst kaum und er ändert genauso wie du mehrmals täglich seine Meinung“. Mein Herz war schon ein komisches Ding.

Hmm, konnte da etwas dran sein?
Naja scheiße ja, aber damit lande ich doch wieder im gleichen Kreisel wie immer, der nix hilft, weil er nicht will. Es war unsere  ➡  Never ending story ..

Damit steht und fällt doch nun mal alles. Er sagt und zeigt es mehr als deutlich. Wo zum Teufel soll ich da meinen Engel noch hernehmen?

„Weil du diese Anbindung hast und weißt, dass das nicht stimmt!“

Das ist dann immer jener Moment, wo jeder normale Mensch samt meinem Verstand die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, weil Hoffnung und Malz verloren sind und sich jede Logik an der Spiritualität die kopfschüttelnden Zähne ausbeißt.

Und so sieht ihn mein Herz in diesem Moment, während er das liest, lächeln, aber mein Hirn hört seine wütende Stimme, mit der er jeden Handreich zunichte torpediert und alles als pure blanke Einbildung niedermetzelt. 

„Komm über ihn hinweg. Er war nie da wo du warst“. Auch dieser Satz traf mich tief ins Mark, weil er alles degradierte, was wir an Besonderem hatten. Seine Augen waren aber dort! Mit mir zusammen  😥

Ich wünschte mir so sehr, dass er sich endlich zu uns bekannte, um der ganzen Welt zu zeigen, dass ich mich eben doch nicht täuschte.

Schimpfwort Beziehung

Er verhielt sich immer genau so lange wie mitten in unserer Beziehung beziehungsweise auf dem Weg dorthin, solange ich ihn nicht darauf ansprach.

Sobald ich das tat, machte es „Puff“ und ich roch nur noch die Rauchwolke seiner Flucht.

In sicherer Entfernung wechselte er dann in aller Ruhe in den Totstellmodus.

Bei kleinen Babies galt ja das Prinzip „aus den Augen aus dem Sinn“. Er schien da ähnlich zu denken. Was er nicht sah, löste sich bestimmt in Wohlgefallen auf. Was mit mir am anderen Ende der Fluchtleitung war, durfte einfach keine Relevanz haben, fertig.

So wurde ich abgeschaltet wie ein Spiel und stattdessen ein echtes Spiel zur Realität, in die er wunderbar flüchten und seine reale Welt vergessen konnte. Dass dort draußen die normale Zeit weiter lief, insbesondere für mich, die sich weder in Spiele noch Fernsehen flüchtete, war natürlich nicht seine Sorge. Er hatte mich schließlich nicht bestellt. Der Himmel mochte ihm zwar dieses Paket bestimmt haben, aber sorry, er kann ja nun auch nix für diesen unfairen Scheißdreck. K(l)ick, off. Ich war einfach nicht sein Problem, denn er hatte selbst genug, vielen Dank, dass ich ihm nun auch das noch antat.

Was ich durchmachte, geschweige denn brauchte, unterlag natürlich nicht seiner Verantwortung und mein dämliches Herz zeigte auch noch ständig Verständnis dafür. Wie konnte man da in aller Ruhe grantig bleiben? Einige Male bekam ich mitten unter einem Wutausbruch vor lauter Liebe einen Lachanfall. Und der regte mein Hirn tierisch auf.

Schweinehunde sind Egoisten

Dennoch änderte es nichts am Weltschmerz.

Schweinehunde müssten ihre Komfortzone verlassen, auf der es sich ja so schön mit dem Finger auf alle Buhmänner zeigen lässt ohne sich selbst zu erheben.
Dass eine Schnecke ihr schützendes Haus namens Verstand doch eh immer bei sich trägt, aber das Wasser zum Leben braucht, hatte er verdrängt.

Ebenso dass er sich bei mir wohl fühlte und aufblühte und ebenso wie ich vollkommen die Zeit vergaß. Wir waren miteinander auf so zauberhafte Weise harmonisch, dass es das Bild zweier tanzender Seelen ergäbe, wenn man es malend ausdrücken könnte.
Nach jeder längeren Begegnungspause war ich tief erschrocken darüber, wie schrecklich er aussah. Ohne mich glücklich war er also offensichtlich auch nicht. Wenn ich die enorm erleichterte Seite mal wegließ, machte ich mir große Sorgen.

Wieso nur lief er immer wieder davon?
Nach jeder Pause der vergangenen Monate schien er jedes Mal beinahe erleichtert, wenn ich dann doch den Schritt auf ihn zuging, machte aber kurz darauf gleich wieder dicht. Es war zum Verrücktwerden. Vor allem aber hinderte es uns daran, uns weiter zu entwickeln.

Wieso erfasste er nicht die Brisanz des Augenblicks, der jeden Moment für immer auslöschen konnte?

An elendiger Verlassenheit gestorben – Mann erwachte zu spät„, ich sah schon meine Bildschlagzeile.

Inneres Bühnentheater

„Ein nicht liebendes Herz hat eben keine Sehnsucht. Warum siehst du das nicht endlich?“

„Halt doch bitte einfach die Schnauze, Kopf! Aber hier, mal etwas hirngerechtes für Euer beider Verstand, etwas Mathematik:

in einen Spiegel zu schauen, kann das Besondere am Coachingprozess seinLachen + Lachen + Zweisamkeit + Harmonie + Wohlfühlen + Genuss + Sex + Vollständigkeit = Glück

Kummer + Angst + Flucht + Sorgenspiralen + Einsamkeit = Unglück

Auf welchem Fundament kann Liebe wohl besser wachsen, wenn man mal den Schwachsinn ignoriert, dass sie nicht vorhanden wäre?“

Es ist und bleibt hoffnungslos. Mein Herz hat diesen verdammten Knall, den ich ihm einfach nicht ausreden kann. Es schert sich nen Scheiß um unseren Verstand.

Wie zur Bestätigung beginnt in diesem Moment Neil Diamond „Beautiful noise“. So ging das seit Monaten. Was genau es damit auf sich hatte, würde das Buch erzählen, was ich bei Happy End schreiben werde. Oh wie gemein und direkt danach „Perfect“ von Ed Sheeran. So sieht es aus. Unser Leben wollte uns mit allen Mitteln zusammen sehen.

Als ich kurz einkaufen fuhr und an einer Ampel über dieses Thema nachdachte, erschienen lauter Autos mit Doppelzahlen und direkt als erstes auf Facebook ein guter Artikel über
Synchronizitäten.

Aber Mathematik ohne ihre Variablen war wie der Affe ohne Zucker. Übrigens beides, Zucker und Neil Diamond samt unserem speziellsten seiner Lieder, kamen dann auch noch abends in der Big Bang Theory, nachdem ich diesen Teil beendet hatte.
Es war derart abgefahren, dass ich am liebsten sofort ins Auto gestiegen und direkt zu ihm gefahren wäre. Das alles konnte doch einfach keine Luftnummer sein.

Falls du noch nicht genug hast, liebe/r LeserIn. Gerade eben hatte ich eine kurze Pause vom Feinschliff dieses Artikels. Als ich weitermachen und meinen Laptop aus dem Standby klickte, begrüßte mich dieses Bild:

Noch Fragen? Siehst du, ich auch  😛 .

Zumal ich sonst meist mit Berg- oder Waldbildern begrüßt werde. Die Frage da drauf, so krass sie auch passte, war übrigens nicht von mir. Es steht immer irgendein Kommentar dabei.

Diese Rechnung ging aber ohne ihn trotzdem einfach nicht auf. Er ging ja sogar allen Onlinevarianten aus dem Weg, um sich meiner Hoffnung zu entziehen und sie auf keinen Fall weiter zu schüren.

So war es unmöglich geworden, meinem Herzen zu folgen. Am Liebsten hätte ich seine Schwester um Hilfe gebeten, um ihn mit ihr gemeinsam aus der Bude zu ziehen und in den Chiemsee zu schmeißen, damit er endlich wieder klar in der Birne werden konnte. Ich hätte ihr so gern meine Nummer hinterlassen, damit sie petzen würde, wenn er eben doch mehr fühlte als er zugab. Doch das wäre ein Grenzübertritt gewesen, den ich nicht bringen konnte. Ich war ja nicht Schwester Stefanie, sondern Sister Oberknall. Und so gut ich mich mit ihr sicher verstanden hätte, da wir beide einige spannende Überschneidungen hatten und ich sie gern besser kennengelernt hätte, ging das einfach zu weit und sie würde mir ganz sicher einen Vogel zeigen.

Lautere Absichten im Angebot

Da war sie wieder, meine unglaubliche Angst vor Abwehr. Und in diesem Fall war sie mehr als begründet. Woher sollte seine Schwester auch wissen, dass ich ihren Bruder über alles liebte und ihm niemals Schaden zufügen würde? Wir waren uns erst ein einziges Mal begegnet. Und er wird seine grenzenlose Begeisterung über mich kaum bei ihr verausgabt haben.

„Sein Herz sprach sehr deutlich zu dir als du das letzte Mal davon liefst. Du hättest nicht mehr erwarten dürfen, weil das schon das Äußerste war, was er zu geben und zeigen in der Lage war“.

Alle 30 Beiträge liken, ist das dein ernst?? Also wenn das das höchste war, was Männer zeigen konnten, wäre die Welt längst ausgestorben!

„Es war nicht irgendein Beitrag!“

Doch! Denn seither gab es viele solcher und nichts mehr hat er aufgegriffen. Damit ist die Aussagekraft verwaschen.

„Weil eben ..“

„Wag es nicht und halt sofort die Denkfabrik, Hirn! DU hast Funkstille auf Lebenszeit und kriegst nur noch Sonderurlaub, wenn ich dich für meine Webseite brauche 👿 ! Dein Typ hat diesen ganzen Schmarrn überhaupt erst eingebrockt. Macht Eure Arbeit wenn ihr gefragt seid. Darüber hinaus solltet ihr euch raushalten. Richte das bitte gleich auch seinem Hirn aus!“

Die beiden liebten und hassten sich 😆 . Und das alles in meinem Kopf. Äh, Herz? Bauch? Ach verdammt, keine Ahnung.

Sprache zwischen Herz und Seele

In der Tat hatte er mehrere deutliche Videos geteilt, die er direkt angesprochen zwar alle wieder leugnen würde, aber er wusste genau, für wie scharf ich seinen Verstand und Merkfähigkeiten einschätzte. Und außerdem, dass ich auf diese Dinge achtete.
Es war eine von diesen unzähligen Unfassbarkeiten. Ich hatte eines Abends die ganze Zeit die Stimme „Das ist nicht das Ende, wir sind erst am Anfang“ im Kopf. Immer und immer wieder.

Erst einige Tage später wurde mir bewusst, dass er nicht nur ein Onkelz-Orchester geteilt hatte, sondern eines mit dem Titel „Wir ham noch lang nicht genug“.
Ganz abgesehen von einigen weiteren meiner absoluten Herzstücke. Bei einem davon musste ich vor Schreck laut schreien. Als Filmszene eine mega starkes Bild, das ich nur zu gern an Hollywood verkauft hätte.

Allerdings kam bei ihm ein „Never play this game“-Video als ich erstmalig all meinen Mut zusammen nahm und in einem jener seiner bei Facebook geteilten Stücke direkt öffentlich zu meiner Liebe stand. Zwar einem älteren, dem niemand bei ihm mehr folgte, falls ihm das unrecht war. Aber eben als klares Statement meinerseits. Doch prompt kam sie wieder, die Watsche. Zuckerbrot und Peitsche. Wieso gönnte er mir kein reines Zuckerbad? Ich hatte es doch soooo sehr verdient glücklich zu sein. Ebenso wie er. Und alle anderen Menschen auf dieser Welt. Und wo kamen diese starken Energiestürme voller Liebe ab und an eigentlich her?

Mist, wer sagte eigentlich dass all die Liebe die ich manchmal direkt fließen fühlte, überhaupt mir galt?
Vielleicht waren die letzten Videos schon einer anderen Frau gewidmet, mit der er gern an den Fuß eines Berges ziehen und Eisbecher schlürfen wollte. So gesehen war nicht ausgeschlossen, dass er längst mit dieser anderen Dame kuschelte und ich spürte lediglich die Gefühle für sie. Schließlich merkte ich ja auch, wenn er Herzklopfen hatte, sich bei irgendwas aufregen musste oder andere Gefühlsstürme durchlitt.

Vielleicht schrieb er mit ihr über WhatsApp, während ich darüber rätselte, ob und welchen Treffrhythmus wir denn möglicherweise gefunden hatten, um uns ganz sicher von unseren anderen üblichen Chats zu unterscheiden. Es war bei zwei strategisch funktionierenden Hirnen verdammt schwierig, da ja beide Seiten jene Zeit(en) auch schlichtweg immer wieder mal übersahen, von anderen Chats vereinnahmt wurden, einfach keine Zeit oder Muße hatten. Und dann kam noch die ganz spontane Telepathie hinzu, von der ich einfach noch nicht wusste, ob seine Anbindung auch in seinem Bewusstsein funktionierte, wenn er nicht gerade mit Leugnen beschäftigt war.

Atheisten bitte aussteigen

Manchmal hatte ich das Gefühl, dass unsere gegenseitige Verbindung sogar derart gekoppelt war, dass ich zu wissen glaubte, wann er gerade „pro“ oder „contra uns“ war. Meine eigene Energie schien vollkommen fremd gesteuert. Das war überhaupt nicht typisch für mich. Aber es war ein bisschen wie im Schleudergang einer fremden Waschmaschine. Ging es ihm gut, dann auch mir. Und das gegenseitig im Doppelpack. So als ob wir uns gegenseitig verstärken, aber eben auch schwächen konnten.
Ein bisschen spooky war das schon, ja. Das sollte ein typisches Partnerseelenphänomen sein.

Aber was, wenn das alles nun gar nichts mit mir zu tun hatte?

einsam unter seinesgleichenWenn ich ab und an hellsichtig bin, hab ich ja auch keinen Bezug zu den Betroffenen, lediglich einen sehr offenen Kanal, der diese Dinge wahrnimmt. Vermutlich um so mehr zu jemanden, den ich liebe. Das sagt alles nichts darüber aus, für wen diese Schwingungen bestimmt waren. Vielleicht erlag ich wirklich einer riesigen Illusion.

Scheiße verdammt, fühle ich dann etwa auch … Vielleicht tat er längst … waren das die heftig intensiven Liebesströme? … Auweia, wie krass war das denn. 

Es war nur eine Frage der Zeit, da ich es für ihn offensichtlich nicht war … spätestens in diesem Moment würde ich endgültig sterben, so viel war klar.

Mein Auftrag waren wir. Wir waren dazu bestimmt, unsere Baustellen zu lösen und glücklich zu werden. Alles andere … nein bitte, das geht doch einfach nicht. Es würde keinen Sinn ergeben.
Aber gut klar. Natürlich würde ich lieber auf der Stelle das Zeitliche segnen, als dass er wegen mir unglücklich bliebe. Nur bitte bitte spüren wollte ich es nicht. Ich hatte schon solch eine Angst vor jenem Moment in Facebook, wenn er seinen Beziehungsstatus für eine andere als mich ändern würde.

Hier war meine Toleranzgrenze nun schrecklich baff. Vielleicht sollte ich doch in eine Klinik gehen und dieses unser Band chemisch trennen lassen.

„Blödsinn, du wusstest doch auch wenn es bei ihm Stress war, der nix mit dir zu tun hatte“.

Is ja allet schön und jut und warum sitze ich dann hier und tippe meine Selbstgespräche morgens um 6 ins Handy anstelle mit ihm zu kuscheln?

Und ein „Hey Süße, ich begehre dich und du bist das beste was mir je passiert ist. Ich liebe dich“, klänge schon anders oder nicht? So „Blubb“ vielleicht bei einem Fisch. Aber ich bekam ja nun mal nichts.

Notfalls kann er mir doch einfach wieder einen passenden Song schicken. Oder wenigstens morgens irgendeinen schönen Radiomitschnitt, die ich so sehr liebte. Es bräuchte nicht mal einen Kommentar, würde mich aber damit einladen, die Führung unseres Bandes wieder zu übernehmen.

„Weißt du noch, selbstbefruchtender Bandwurm. Er braucht dein Feuer für seinen eigenen Ofen, deshalb ist er blockiert“.
Hallo? Das kann er ja haben, vor allem und insbesondere morgens um 6 😛!
Aber was soll ich denn machen, wenn er mein Zündholz im Regen abstellt und vergisst?

„Schätzchen, er hat dich vielleicht verdrängt. Aber nicht vergessen. Hör in dich, du fühlst ihn und im Grunde deines Herzens, nämlich mir, weißt du es. Wenn ihr beide euren Verstand ruhen lasst, könnt ihr auf diese Weise sogar miteinander kommunizieren“.

Du bist das lästigste was mir je passiert ist!

„Yes Baby, denn ich schlage bis zu unserem Tod“

Der früher eintritt, als dir lieb ist, wenn du nicht aufhörst! Wie kannst du einerseits so unglaublich schmerzen und dennoch permanent so viel Liebe in dir tragen? Die Zwangsjacke wurde einst für dich erfunden, gib es zu!

„Bitte gehe tief in dich und nimm das Hirn dorthin mit. Dort erledigt ihr das hier:
➡ Foreigner – I want to know what love is

„Leute, nehmt doch einfach die rosa Brille ab. Er hat schon lange keine deiner Sorgen mehr geleugnet und ebenso keinen einzigen Hoffnungsschimmer bestätigt. Teilen tut er nur noch seine Interessen, nun zuletzt sogar ein musikalisches Statement, das dir zwar bekannt ist, er jedoch noch nie mit dir ausgetauscht hat, weil es ihn vermutlich mit seiner Exfrau verbindet. Außerdem hat er zudem klar angekündigt, dass nun ein neues Versenkungsspiel im Vordergrund steht. Und bei all der Interpretiererei hat er nun vermutlich gar keinen Bock mehr drauf. Wie schafft ihr es da nur aus 1 und 1 die Unendlichkeit zu errechnen?“

„Weil dein IQ nun mal keinen SQ checkt, erübrigt sich jede weitere Erklärung.“

SQ?

„Spirituelle Intelligenz. Was denkst du woher ich das alles weiß? Äh wir“

Bitte bitte haltet einfach beide den Rand und seht nach draußen. Es ist ein wunderschöner Tag, der letzte um mit seinem Sommerpferd in die Berge zu reiten. So real wie unreal. Das ist die Wahrheit.
Er muss ja nicht mit einer Panflöte an meinem Fenster stehen. Klavier oder Saxophon täten es auch 😜. 

Ich würde am liebsten genau so wie „früher“ einfach textlich frech an seinem Verstand vorbei schreiben, um sein „go“ zu kriegen und zu ihm fahren zu können, endlich wieder unsere Nähe genießen und darüber zu reden, wie wir weitermachen können. 

Aber ganz ohne Zucker knistern die Flammen des Mutes halt schwer, den ich irgendwo auf der Ablehnungsstrecke verloren hab und dringend etwas bräuchte, von dem ich nicht fürchten müsste, dass er es doch wieder leugnen könnte, sobald ich den Ball aufnehme. Dazu hat er mich zu oft abgeschmettert und meine Wahrnehmungen immer wieder als pure Fehldeutung runtergesetzt.

„Hat er je nein gesagt? Gestern, die ganzen Big Bang-Folgen und alles danach auch noch war wieder so magisch“.

Hör auf, verdammt. Doch, in der Summe hat er das. Außerdem kriege ich allein in meinem Kopf keinen Orgasmus. 

„Stimmt doch gar nicht 😛 “

Psst! Aber ich möchte ihn bei mir haben, kuscheln, reden, essen. Es ist aller höchste Zeit für ein Ja. Doch seht hinaus. Die Sonne ist da und dennoch ist es kalt. Saukalt 😔. 

Seine letzte Antwort war Ansage genug. Sein Ignorieren all meiner Bälle, unterstreicht das. Ich hab vielleicht Gefühle, aber zum Affen mache ich mich nicht! Vermutlich hab ich mir doch alles eingebildet. Vor allem bin ich keine Nonne. Ich brauche echte irdische Zuneigung und Wertschätzung. Jemanden, der mich gern um sich hat, mit dem ich abends kuscheln und einschlafen kann. Wer nicht will, der will eben eine andere. 11 Monate! ER IST AN DER REIHE! 

Glückwunsch, Verstand. Diese Partie hast du gewonnen.

Gibt es einen Weg hinaus?

Da sich mein Herz noch mit meinem Verstand streitet, ob es alles mit einem banalen „Shit happens“ abhaken und vergessen soll, bin ich für dich, verehrte eventuell ebenso betroffene Mitleserin, keine neutrale Hilfe von außen. Ich schreibe meine Empfindungen nur deshalb so ehrlich wie möglich auf, weil ich am Ende eben doch nur Autorenherz und Coach bin, vielleicht geschaffen dafür, darum derart vielfältige Erfahrungen in meinem Leben zu machen, um sie mit anderen Menschen zu teilen und so das Unnormale ein wenig greifbarer, normaler, menschlicher zu machen. Der Arm des Lebens um eine einsame zuweilen schmerzbehaftete Seele.

stimmungswechsel als Chance, unseren Weg mit Blumen zu pflanzenIch würde dir gern die Botschaft „Glaub an die Liebe“ mitgeben. Aber mein Happy End ist aktuell leider nur ein Produkt der Illusion, entsprungen der lyrischen Seite meines Herzens, entwaffnet von der Realität. Der Hauptdarsteller hat sich aus dem Staub gemacht, es bleibt ein tiefer Kratzer im Teer des Schmerzes und allein durch das Schreiben schaffe ich es überhaupt, meine Sehnsucht und Verletztheit zu verarbeiten.

Herzschmerz kreativ nutzen

Was machst du aus tiefster Seele gern? Möglicherweise bist du längst kreativ unterwegs, vielleicht aber auch (noch?) nicht. Ich kann dir nur sehr dringend ans Herz legen, dir einen Weg zu suchen, mit dem du deine Gefühle verarbeiten kannst, damit sie nicht auf andere Weise gären.

Herzschmerz ist eine tiefe, jedoch ausdrucksstarke Energie mit hoher Wandlungskraft.

Nicht dass sie je die Liebe wandeln würde. Nein sorry, das klappt leider nicht. Aber du kannst all die Gefühle die du gerade in dir trägst in die Hand nehmen und etwas daraus erschaffen.

Danach fühlst du wieder klarer und dich ein Stück weit besser.

Aus Herzschmerz können riesige Kunstwerke entstehen, Musikstücke die der Seele ihre Grauheit nehmen.

Mentale Selbstarbeit

Falls du der Ansicht bist, dass es dich weiterbringen würde wenn du dich persönlich ein wenig um dich selbst kümmerst, dann empfehle ich dir die Videoauszüge, die ich einst für meinen Knusperclub entwickelt hatte (zwar auf Übergewicht bezogen, aber dennoch nützlich, weil ich allgemeine mentale Prozesse vermittle).

Hilfreich kann es sein, dich über meinen ➡ Mentalberg mit unseren Denkmechanismen zu befassen. Ich zeige dir darin, weshalb negatives Denken uns in der Falle hält. Zur mentalen Selbstarbeit nicht zuletzt bei Herzschmerz, kann es auch bereichern, sich mit unserer ➡  inneren Bühne auseinander zu setzen, wie ich sie hier in diesem Artikel immer wieder zeige. Falls das Thema ➡  Selbstwert ein Thema für dich ist, empfehle ich das gleichnamigen Video

Du findest weitere Videoauszüge bei Bedarf auch direkt über das obrige Menü unter Mein Spektrum > Video-Tutorials.

Ganz am Ende bleibt die Frage 

Lohnen sich Liebeskummer und Herzschmerz?

Ich finde den Begriff unpassend. Vielmehr müsste er zwei Phasen tragen. Jene der Findung und jene des Abschieds. Beides schmerzvoll, beides ultra wichtig, aber eben nicht dasselbe. 

So wie Yin und Yang, nur gemeinsam vollständig und deshalb äußerst beschissen. Darin liegt auch der Grund, weshalb weite Teile der Dualseelenbeschreibungen lange davon ausgingen, dass sie zwar enorm wachsen, aber am Ende scheitern.

Ich teile diese Meinung nicht. Wir sind dazu auf der Welt, diese unsere inneren und äußeren Hürden zu überwinden und im Miteinander heilen und damit auch ein Stück weit die ganze Welt. Unsere Schmerzen und all das Leid von außen zu betrachten und nicht zuletzt auch im Anderen zu integrieren. Jedes Paar, dass das schafft bildet eine kleine Lichtinsel, von der aus sie weitere Seelen anstecken, ihren Herzen zu folgen.

Denn mal ganz ehrlich: Was wir nicht leugnen können, ist doch die Tatsache dass wir miteinander nicht nur nicht die 4, auch keine Wolke 7 sind, sondern eine 11 – 17! 

Also meine lieben Jungs und Mädels, Yins und Yangs, heilt euren Herzschmerz, nehmt Eure Eier und Stöcke in die Hand und kreiert das geilste Leben was Ihr je hattet, wenn ihr nicht den Rest eures Lebens an die Ausrede großen Pechs verlieren wollt.

Aus dem Herzen sprach die Stimme namens Liebe. Zuweilen regt sie mich auf und treibt mein Umfeld in den Wahnsinn. Doch sie ist ein Siegertyp und zieht sich auf ihrem Weg stets selbst aus der Schlinge ;-).

Ob sie am Fuß eines Berges die Mauern des Verstandes überwindet und endlich glücklich sein darf, weiß ich nicht.

Ich habe aktuell nichts in der Hand, um dir zu beweisen, dass es sich lohnt daran festzuhalten. Dennoch möchte ich – von Herz zu Herz – genau das in dir erreichen. Ich glaube unsere Seelenaufgabe ist der Auftrag in Liebe. Unsere süße kleine Kugel namens Erde braucht dich!!! Vielleicht kann ich dir eines Tages davon berichten, warum es sich lohnte, niemals aufzugeben. Das Leben wird es zeigen. ❤

Tanja M. Falge ¸.·´¸.·*´¨)   ¸.·*¨)

(¸.·´       (¸.·`     ♥ im Herzen aus Liebe ♥ 

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Tanja Falge
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